Heimat- und Geschichtsverein

Wächtersbach e.V.

Viel Neues im Wächtersbacher Heimatmuseum

In diesem Jahr erwarten die Besucher des Museum drei sehenswerte Sonderausstellungen.

Himmelsscheibe von NebraIm September 2011 hielt Professor Dr. Bruno Deiss, Wissenschaftlicher Direktor des Physikalischen Vereins und Astrophysiker an der Goethe-Universität Frankfurt beim Heimat- und Geschichtsverein einen Vortrag über die weithin bekannte Himmelsscheibe von Nebra. Dabei konnten die Besucher eine originalgetreue Replik dieses bedeutenden archäologischen Fundes begutachten. Auf vielfachen Wunsch wird nun diese vor etwa 3.600 Jahren aus Bronze mit Goldauflagen gefertigte Nachbildung im Heimatmuseum ausgestellt, dazu finden sich entsprechende Erläuterungen mit zahlreichen Fotos. Das vor einigen Jahren am Mittelberg bei Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckte einzigartige Original (31 cm Durchmesser, ca. 2,1 kg. schwer) gilt als die weltweit erste „realistische" Abbildung des gestirnten Himmels. Sonne, Mond und die Sternengruppe der Plejaden sind zu erkennen, Horizontbögen aus Goldblech geben die Morgen- und Abendweite des Sonnenlaufes wieder. Es ist erstaunlich über welch umfassende astronomische Kenntnisse bereits unsere („primitiven") Vorfahren der Steinzeit verfügten.

Die zweite Sonderausstellung widmet sich unter dem Titel „Klingende Spielereien aus Holz" besonderen Bastelarbeiten des Wächtersbacher Pfarrers Christoph Schilling. In seiner Freizeit entwickelt und baut er mit geschickter Hand und erstaunlicher Präzision kleine und große Maschinchen, bei denen es möglichst klingen und rappeln, scheppern und zappeln muss. So sind inzwischen zahlreiche Objekte entstanden, von denen im Museum eine sehenswerte Auswahl gezeigt wird. Durch Handkurbeln bedient, rührt z.B. eine Hausfrau im Kochtopf, ein Vikar versucht, ein Kreuz zu schlagen, eine Musikmaschine klingelt in allen Variationen und ein aus dem Schlaf aufgeschreckter Politiker hebt die Hand zu Abstimmung. Kugel- und Geschicklichkeitsspiele laden zum Mitmachen ein. All das Ausgestellte hier zu beschreiben, ist nicht möglich, man muss es selbst gesehen und betätigt haben.

NussknackerAuch die dritte Ausstellung verdient besonderes Interesse. Gezeigt werden 36 optisch reizvolle Nussknacker-Figuren aus der Sammlung von Annemarie Heck aus Wächtersbach. Über 100 Exemplare – sorgsam aufgereiht in Regalen - sind inzwischen zentraler Blickpunkt in der Wohnung des Ehepaares und Ergebnis eines jahrelangen Sammlerfleißes. Aus Platzgründen konnten sie aber nicht alle im Museum untergebracht werden Trotzdem findet der Besucher hier eine bunte Vielfalt von Größen, Charakteren und Nationalitäten. So steht der stolze Soldat neben dem Wilderer, eine Gärtnerin leistet einem fernöstlichen Potentaten und streng dreinblickenden Wachtmeistern Gesellschaft und selbst der berühmte Detektiv Nick Knatterton (die Älteren werden sich erinnern) darf in der lustigen Schar nicht fehlen.

Mit diesen drei Themenkreisen der Sonderausstellung ist dem Museumsteam mit seinem Leiter Kurt Schuh auch in diesem Jahr wieder ein großer Wurf gelungen. Eröffnung und erste Besuchsmöglichkeit ist am Sonntag, 7. April in der Zeit von 15 bis 18 Uhr.

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